»Da hat sie recht,« nickte zufrieden Großmutter Langshan. »Und bitte, bringen Sie dem Hühnchen Respekt vor dem Alter bei.«
»Und lehren Sie es seine Eltern ehren,« sagte der Hahn.
»Und prägen Sie ihm ein, daß ein Huhn auf der Welt sei, um zu nützen,« bat Mutter Henne und kratzte sich.
»Und sagen Sie ihm gleich von Anfang an, Eierlegen sei ein Vergnügen; sonst glaubt es das Kücken später nicht mehr!« mahnte die gelbe Tante mit den Federn.
»Das tue ich alles,« versprach das Bronzehuhn; »es haben noch nie Eltern ihre Hühnchen gebracht, denen ich das nicht versprechen mußte.«
»Und so soll es sein,« sagte die Großmutter und warf ihren Kamm ausnahmsweise auf die rechte Seite, »und so ist es von jeher gewesen! Aber wo ist unser Kücken?«
Es spazierte vergnügt mit einem jungen Hähnchen aus der Nachbarschaft herum.
»Du, höre einmal,« sagte das zum Hühnchen, »von acht bis zehn legt die Pute, und von zehn bis zwölf schläft sie; da können wir den ganzen Morgen spazieren gehen.«
»Aber dann lerne ich ja nichts,« antwortete das Hühnchen.
»Gerade dann lernst du, was du brauchst; das andere kommt nachher von selber,« beruhigte es das Hähnchen.