»Er sagt, wir sollten lernen das Schöne sehen, auch außerhalb unserer Gänge.«

»Außerhalb unsern Gängen,« schrie die Menge, »was gibt es denn da zu sehen?«

»Er ist verrückt,« sagte der Grauschwänzige.

»Er ist ein Aufrührer, ein Revolutionär,« schrien viele.

»Er ist einfach ein Esel!« erklärte der Älteste. »Besser sehen lernen! Haben Maulwürfe je gut sehen können? Und dann: Gibt es außerhalb unserer Gänge überhaupt Schönes? Ein Esel ist er, oder ein Idealist, das kommt auf eins heraus.«

Da wurde es hell hinten im Gang. Der weiße Maulwurf kam.

»Da ist er, da kommt er,« wisperte es. Die Schlitzäuglein öffneten sich, die kurzen Hälse streckten sich, die grauen und bräunlichen Schwanzstummel fuhren aufgeregt hin und her. Aber alle schwiegen, auch der Älteste. Da fragte der weiße Maulwurf:

»Warum soll ich fort? Habe ich euch etwas zuleide getan?«

»Nein,« sagte der Grauschwänzige, »aber du bist weiß und wir sind schwarz!«

»Du willst neue Bräuche einführen!« rief der Älteste.