»Du sagst, wir verstünden nicht zu sehen,« schrie die Menge.
»Und das ist wahr,« bestätigte ruhig der weiße Maulwurf. »Ihr seht nur, was ihr sehen wollt, und es gibt so vieles, das ihr sehen könntet!«
»Wir brauchen nichts zu sehen,« schrien die Maulwürfe.
»Wir wissen alles auswendig,« rief einer.
»Uns gefällt das Schöne gar nicht,« piepste ein anderer.
»Versucht es doch einmal,« bat der Weiße. »Ihr werdet sehen, es gefällt euch dann!« Und feurig fuhr er fort: »Wenn es für euch zu spät ist, so laßt mich wenigstens eure Kinder hinausführen! Laßt sie einmal hinauf auf die Erde und zeigt ihnen den Glanz des Mondes und das flimmernde Licht der Sterne.«
»Verführer! Jugendverderber!« schrie wütend der Älteste. »Nun erkenne ich dich! Zwietracht willst du säen zwischen uns und der Jugend! Unzufriedenheit willst du pflanzen! Hochmut willst du züchten! Wir, die Alten, sollen uns schämen müssen vor der Jugend mit unseren kleinen Äuglein! Ich kenne dich und deinesgleichen! Jawohl! Mond und Sterne! Die hätten wir längst gesehen, wäre es gut für Maulwürfe! Fort! Hinaus! Hinaus mit dir aus unseren Gängen!«
»Fort mit dir,« schrien die Schwarzen. »Fort mit dir! Fort!« Die Maulwürfe drängten den Fremdling durch den engen Gang. Sie kamen an der Maulwurfsfrau vorbei, die dort mit ihrer Nachbarin stand.
»Den Besten unter euch verjagt ihr!« rief sie spöttisch.
»Den Besten!« schrie der Graugeschwänzte. »Nennst du einen weißen Maulwurf den Besten?« Dann wandte er sich zu dem Verhaßten und schrie: