Der Hahn stand auf dem Mist und scharrte Körner heraus und Regenwürmer für seine Hühner. Er krähte laut und schmetternd, daß man es über zwei Wiesen hören konnte. Stolz überflogen seine Augen seine wohlgenährte und wohlgehütete Schar.

»Hahn! Du solltest auch so glänzende Federn haben,« sagte eines der Hühner und betrachtete geringschätzig die schöngebogenen, grünen Sicheln des Hahns.

»Und einen bronzenen Rücken!« kritisierte ein zweites.

»Und einen goldenen Kragen!« piepste das junge Hühnchen.

»Ich bin, wie ich bin,« sagte der Hahn. »Wer fort will, kann gehen.«

»Sei nur nicht gleich so grob,« schalt das graugesprenkelte Huhn, das vorhin dem Goldfasan zugehört hatte, als er mit dem weißen Huhn sprach, »wir wollen uns das nicht gefallen lassen.«

Das schneeweiße Huhn kam zurück mit seinem Begleiter. Die ganze Hühnergesellschaft umstand den glänzenden Vogel und bewunderte ihn.

Gravitätisch kam der Hahn geschritten.

»Fasan! Das weiße Huhn gehört zu mir. Du mußt mit mir darum kämpfen.« Der Fasan war kein Feigling. Er blähte sich und stellte sich in Positur.

Lange standen sie so, Auge in Auge, den Hals gestreckt, die Sporen bereit. Dann schossen sie aufeinander los und hackten sich mit den Schnäbeln. Und plötzlich standen sie wieder unbeweglich einander gegenüber.