Die Schneeweiße flog auf den Zaun, sah sehnsüchtig hinüber und gluckste.

Der Fasan sah sie, senkte die Lider, hob den Schnabel und schob seinen Kragen vor. Dann ging er mit seiner goldenen Gefährtin weiter.

Lautlos saß das arme Weiße auf dem Zaun. Dann streckte es den Kopf unter die Flügel und rührte sich nicht mehr.

Dicht zusammengedrängt stand die verwaiste Hühnerschar. Dann sagte eine: »Wenn wir doch unsern Hahn wieder hätten!«

»Ja,« sagte die Graugesprenkelte, »nun können wir unsere Regenwürmer selber suchen!« Und eifrig begannen sie alle zu scharren.

Vom Huhn, das etwas gelernt hatte

Ein schönes, fremdes Huhn hatte sich auf einen Hühnerhof verirrt und suchte nach Nahrung.

Es hatte glänzende Federn und silberne Ringe an den Beinen. Es lebte mit seiner Familie bei einer Künstlertruppe und verstand zu apportieren, sich auf Kommando tot zu stellen und über sein eigenes Ei zu hüpfen, rückwärts und vorwärts, und Purzelbäume zu machen. Und das war sein Hauptkunststück. Jetzt stand es in einer Ecke und pickte Körner auf.

»Was ist das für ein auffallendes Geschöpf?« fragte die dicke, graue Henne den Hahn.