»Sie hat ja silberne Ringe an den Füßen. Woher hat sie die?« forschte die braun und weiße, die lange Federn an den Beinen hatte.
»Ich weiß es nicht,« sagte der Hahn, »aber sie gefällt mir.«
»Natürlich!« gluckste geringschätzig die graue. »Dir gefällt alles Neue.«
»Das Alte auch,« sagte höflich der Hahn und verbeugte sich.
Inzwischen saßen die anderen Hühner um die Fremde herum und forschten sie aus über Heimat und Familie.
»Ich trete in einem Zirkus auf. Ich habe allerlei gelernt,« erzählte harmlos das Huhn, und beschrieb, was es für Kunststücke machen könne. Da erhob sich ein ungeheures Gegacker. Ein paar der Hennen flohen, einige gingen vorsichtig um die Fremde herum, um sie nicht zu berühren, einige rannten nach ihren Kücken, um sie von ihr fern zu halten und ein paar sahen sich um, was der Hahn dazu sage.
»Purzelbäume macht sie! Wie gräßlich!« gackerte ein mageres Huhn, das als Eierlegerin berühmt war. »Das schickt sich ja aber gar nicht.«
»Warum nicht?« fragte das Huhn.
»Darum nicht. Es ist gegen die Natur.«
»Was haben meine Purzelbäume mit der Natur zu tun?«