Sie seufzte und ging rascher.

Beim Ueberschreiten eines Fahrdammes mußte Marianne innehalten, weil zwei Gefährte ineinander geraten waren, was beim wahllosen Durcheinanderjagen leicht genug geschah.

Die Fuhrleute schrieen sich an und fluchten sich gegenseitig in die Hölle; der eine Schlitten wurde frei und flog weiter, am andern war der Gaul ausgeglitten und gestürzt.

Ein Mann, der den Schnee vom Fußsteig schaufelte, trat heran, um zu helfen, doch keine Neugierigen blieben gaffend stehn. Nur ein kleines Mädchen mit rotem Kopftuch schaute auf das daliegende Pferd und kraute es im Vorübergehn mitleidig, mit ganz schüchterner Liebkosung, am Stirnhaar, wie um es zu trösten. Ein Schlitten kam an der Gruppe vorbei und hielt jählings an.

Tomasow saß darin. Er warf dem Kutscher ein Geldstück zu, sprang heraus und ging auf Marianne zu.

»Quelle chance, madame!« sagte er lächelnd, und streckte die Hand aus.

»Und nun begleiten Sie mich nach Hause!« meinte sie gleich.

»Aber selbstverständlich.«

»Das heißt, — falls Sie nicht etwas Wichtigeres vorhaben —?«

Tomasow machte ein etwas spöttisches Gesicht.