»Eben wollte ich damit anfangen, Sie über allerlei zu trösten; aber ich sehe, es ist gar nicht mehr nötig,« sagte er, als Marianne fertig war; »Sie sehen aus wie ein beschenktes Kind.«

»Diese sind auch extra schön! Ich freu mich auf das Erstaunen der Kinder,« entgegnete sie, schneller ausschreitend, und steckte die Düte hinter ihren Muff; »beide essen sie gern. — Aber wir sind wirklich gleich zu Hause! Wollen Sie nicht ein wenig mit hinaufkommen? Die Kinder würden so froh sein —«

»O nein, die haben ja schon die Trauben!« sagte er spitz und schüttelte den Kopf. »Aber ich würde für mein Leben gern einmal so ein Obstbrett vor Ihnen ausbreiten, Marianne, — die schönsten Früchte, — ganz unwahrscheinlich schöne, — damit Sie dann so aussehen, wie jetzt eben.«

»Dummes Zeug!« meinte sie ärgerlich, »übrigens habe ich ja fast alles Schöne, was ich besitze, von Ihnen mal geschenkt bekommen. Ist Ihnen das nicht genug?«

»Geschenkt? Von mir? Ich wüßte nicht. Es ist nur Ihre eigenste Spezialität, die Dinge so aufzufassen, als kämen sie Ihnen von andern. Wenn ich Ihnen wirklich schenken wollte, wär es ganz anders —«

Marianne blieb stehn. Sie waren am Hause angelangt.

»Danke für Ihre Begleitung!« sagte sie und gab ihm die Hand. »Sie sind zwar mitunter garstig gewesen, aber im ganzen doch gut, wie immer.«

Er antwortete langsam: »Ein klein wenig garstig waren auch Sie. — — Daß Sie mich Ihren Kindern mitbringen wollten, — gleichsam eine zweite Düte, neben den Trauben. — — Nun, irgendwann werden Sie das schon noch einsehen.«

»Auf Wiedersehen!« rief sie heiter und öffnete die Hausthür.

»Auf Wiedersehen, Ma! So bald als möglich auf Wiedersehen!«