»— Hat sie es Ihnen gestanden?«
Sie schüttelte den Kopf.
»Das nicht — —. Aber untereinander werden beide gewiß schon davon geredet haben. So direkt sagt sie es nicht. — — Aber jetzt weiß ich: erst neulich brachen beide ganz verlegen ein Gespräch ab, weil ich unvermutet eintrat. Und ich — meinte, es handle sich vielleicht nur um Weihnachten —. — — Haben die Mädchen am Ende auch Ihnen — —?«
»Nein,« entgegnete Tomasow.
Er war vor ihr stehn geblieben, gespannte Aufmerksamkeit im Gesicht, während sie rasch und mit trockenen Lippen sprach.
»Nun, das ist gut,« fügte er jetzt hinzu.
»— Gut —?!«
»Ja. Es mußte einmal zur Sprache kommen und zum Ausbruch, — es war hohe Zeit!« sagte er ruhig, »denn vorher ließ sich nichts machen, weil Sie es nicht zuließen, Marianne. Obschon Sie es vor sich selbst verheimlicht haben, nagte die Furcht davor doch schon unablässig leise an Ihren Nerven. Das mißfiel mir längst. Aber nun ist es gut, daß es durchgekämpft wird.«
Marianne hob ihren Blick angstvoll zu ihm auf.
»— Ich kann aber Sophie nicht hergeben! — — Nein, nicht auch Sophie noch — —. Sie ist ja auch zart, sie bedarf meiner fortwährend — — Gott sei Lob und Dank, daß sie meiner noch bedarf!«