Sophie drückte sich fester an sie.
Sie schämte sich schrecklich vor Cita, aber sie weinte dennoch Ströme von Thränen in Mas Hals hinein, als ob sie nichts in der Welt je von da fortreißen sollte —.
Cita stand mit großen ernsten Augen beiseite. Das Wort, das ihr innerlich kam, lautete ganz spontan: »Donnerwetter!« Aber glücklicherweise behielt sie es bei sich.
Ein tiefer Respekt prägte sich auf ihrem jungen Gesicht aus.
Plötzlich kam sie auf die Mutter zu, ergriff deren Hand und küßte sie.
»Du bist wahrhaftig der famoseste Kerl unter der Sonne, du herrliche Ma!« versicherte sie ganz begeistert.
Marianne lächelte nicht über diese Ehrfurchtsbezeugung; sie überlegte auch nicht, ob sie nun nicht gradezu glänzend ihre Autorität behauptet und die Initiative ergriffen habe.
Sie hielt ihr weinendes Kind im Arm und bückte ihr Gesicht tief zu ihm herab, als lausche sie fast gierig diesen Thränen, — als redeten diese Thränen artikuliert zu ihr — Süßes, Versöhnendes, Beschwichtigendes —.
Dann trocknete sie Sophie, wie einem kleinen Kinde, das nasse Gesicht mit ihrem eignen Taschentuch ab.
»Komm,« sagte sie sanft, »es ist doch ein großer Entschluß und daher ein großer Tag für dich. Geh hinaus und bring uns eine Flasche Wein. Wir wollen auf dein Wohl anstoßen.«