Und ihm schien, es könne nur eine solche geben.

Er fühlte eine Mischung von Glück und schmerzlicher Beklommenheit.

Und blitzähnlich wurde er vollständig wach.

Wie ein Schicksal, groß und schwer, stand vor ihm die Erkenntnis seiner Liebe.

Noch nie hatte er über sein Gefühl für Ruth nachgedacht. Vielleicht, weil es überhaupt wenig seiner Natur entsprach, über sich nachzudenken. Vielleicht aber auch, weil dieses Gefühl einem leidenschaftlichen Interesse am Menschen, nicht am Weibe, entsprungen war.

Plötzlich war das alles anders geworden. —

Auf der Terrasse saßen sie schon lange und warteten am Frühstückstisch auf Erik, als er endlich zu ihnen heraustrat. Klare-Bel bemerkte augenblicklich etwas Verändertes, Verschlossenes in seinem Gesicht, und sie bewies es, indem sie keine Frage an ihn richtete und von Gleichgültigem zu reden begann.

Erik jedoch erzählte unaufgefordert manches vom Zusammensein mit dem Freunde. Die Frau war wirklich auch dabei gewesen; sie war eine Deutschrussin und besaß Verwandte bei Moskau.

Sie hatte Erik außerordentlich gut gefallen. Heiter, gütig, praktisch, — ein kluger und reifer Mensch, sagte er von ihr.

Klare-Bel hörte nur mit halbem Ohre zu. Sie fühlte sich sonderbar beunruhigt und fand im stillen, daß Erik nach der gestrigen Zerstreuung reichlich überwacht und angegriffen aussähe.