Aber er fiel sich selbst in die gewaltthätige Hand; er selbst riß Ruth sich aus der Hand.
Verdirbt denn ein Vater sein Kind, ein Mann sein Weib, ein Künstler sein Werk?
Und ihm schien: seine Liebe zu Ruth sei alles dieses.
Zu Hause hatten sie mit dem Essen auf ihn gewartet; als er kam, wurde es einsilbig eingenommen. Klare-Bels Hoffnung, Erik werde erzählen, bei wem er den Besuch gemacht, erfüllte sich nicht.
Er wußte wohl, daß er nun davon sprechen mußte. Mit ihr und mit Ruth. Es war ihm das Schwerste.
Das dachte er, als er dann endlich am Fenster seines Arbeitszimmers stand und wartend in den Hintergarten hinausblickte, wo Ruth sich mit Jonas erging: »Nur nicht sprechen, — nur nicht grübeln, — handeln! Sie aus den Arm setzen und forttragen. Handeln! Wer es wortlos dürfte!«
Und nun ging Jonas ins Haus.
Erik stieg zu Ruth in den Garten hinunter.
Sie saß auf ihrem Lieblingsplatz, dem Steinrand des Springbrunnens. Dort saß sie mit gebücktem Kopf und stocherte mit einem trockenen Ast im Grase.
Wie sie ihn kommen sah, warf sie ihren Zweig fort und lief ihm entgegen. Er hatte sie kaum begrüßt bei Tisch, zum verspäteten Essen, und nun schlich sich ihre Hand in die seine.