»Erik!« sagte sie ängstlich, »thu nur nichts so gewaltsam. Du siehst ja, daß es sie krank macht. — Warum siehst du so hart aus, Erik?«
»Hart?« Er fuhr sich mit der Hand über die Stirn; »für mein Aussehen kann ich nicht. Aber ängstige dich um nichts. Ruth wird morgen gesund sein, und auch gefaßt. Für ihre Haltung stehe ich ein. Aber sei gut und freundlich zu ihr. Ich muß auf ein bis zwei Tage verreisen.«
»Verreisen? Du reisest fort, Erik? Wohin?«
»Nach Moskau.«
»Zu Frau Römer?« fragte sie lebhaft.
»Ja. Ihr soll Ruth sich anschließen. Und sie wird sich wahrscheinlich hier nicht mehr aufhalten. Ich muß daher alles mit ihr verabreden und besprechen. Mündlich.«
Klare-Bel schwieg. Es wurde dämmerig im Zimmer, und draußen im Flurraum hörte man Jonas unruhig auf und ab gehen.
Da, ganz leise, fühlte Erik seine Hand von Klare-Bel erfaßt.
»Erik!« flüsterte sie, »— laß mich dich bitten: lasse sie noch ein Weilchen bei uns. — — — Auch ich werde sie ja vermissen, Erik!«
»Du — — — Bel?«