»Erik!« rief Klare-Bels Stimme durch das Nebenzimmer, »Erik, bist du wieder da?«
Er hing den Mantel an den Ständer, dann öffnete er die Thür zu der Wohnstube, in der sie lag.
»Denke nur, Erik, Jonas ist inzwischen krank geworden, — so schwer erkältet, — hoffentlich ist es nicht schlimm. Er hat — — aber was ist dir?«
Er stand da wie ein Betäubter, das Blut in den Augen.
»Nichts. Ein Schwindel,« murmelte er, setzte sich an den Tisch und stützte den Kopf auf die Handflächen.
»Das ist diese übertriebene Eile!« klagte sie besorgt, »— daß es mit solcher Windeseile vor sich gehen soll. Wann ist es denn nun, daß sie reist, Erik?«
»Morgen, — um Mittag,« sagte er leise.
»Mein Gott, so schnell ist es aber doch rein unmöglich! Denke doch nur, was es für eine solche Abreise alles zu ordnen und zu überlegen gibt. Ruth braucht doch gewiß noch manches, was für sie beschafft werden muß.«
»Es kann alles in Heidelberg beschafft werden.«
»Nun ja, Erik. Aber wenn du wüßtest, wie tief es ihr geht. Wie blaß und elend sie ausgesehen hat, gestern und heute. Sie ist doch nur zart.«