Unweit der Bänke am Gehölz blieb Erik lauschend stehen. Er vernahm absolut nichts als das leise Rauschen der Blätter. Aber er fühlte, daß er nicht allein sei.
»Ruth!« murmelte er unwillkürlich.
»Ja! was soll ich?« fragte sie schüchtern.
Mit einem Schritt stand er neben der Bank; er tastete nach ihr.
»Was du sollst?! Im Bett sein!«
Er riß seine Joppe von den Schultern und warf sie ihr um.
»Was thust du hier mitten in der Nacht? Weißt du nicht, daß Jonas sich in dieser gefährlichen, kalten Feuchtigkeit das Fieber geholt hat?«
»Ja, ich weiß es. Aber mir schadet das nichts,« versetzte sie zaghaft, »das Fieber thut so gut; ich kenne es gut: da liegt man im Traum und hört auf zu denken. Und da dachte ich, ich könnte es auch so gut haben.«
Jetzt fühlte sie seine Hand, die sich fest um ihr Handgelenk legte.
»Was sagst du da?« fragte er ganz langsam, »du suchtest das Fieber?«