Sie antwortete nicht.

Ganz leise nur beugte sie gegen ihn den Kopf vor, so daß seine Hand durch die Haarwellen hindurchglitt, und schwieg still.

»Du bist ein dummes Kind,« sagte er, »sonst hättest du gewußt: wenn ich etwas von dir verlange, so sollst du es klar und still thun. Niemals in einem Fieberrausch. In keinem Sinn. Ich weiß, es ist tausendmal schwerer. Aber niemals sollst du es dir erleichtern. Durch nichts. Nur war ich dieses Mal selbst nicht ohne Schuld, Ruth. Ich selbst war wie krank, — nicht wie ich sein sollte. Siehst du, nun beichte ich es dir auch. — — — Ist es nun gut?«

Sie blickte ihn unverwandt an. Dann schüttelte sie den Kopf.

»Eins fehlt noch,« sagte sie.

Ihm kam ein Lächeln.

»Noch etwas? Was denn, mein anspruchsvolles Fürstenkind?«

»Darf ich nicht anspruchsvoll sein?«

»Das darfst du. Halte deine Hände offen, Liebling, und laß dich beschenken.«

Da glitt sie am Sessel nieder, auf ihren alten Platz zu seinen Knieen, und hob ihr Gesicht auf zu ihm, — Trotz in den Augen.