Das kleine Fuhrwerk rasselte davon, auf dem holperigen Landweg in beständiger Gefahr, eines seiner wackelnden Räder zu verlieren. Erik scherzte darüber, und Ruth harte ihre Schelmengrübchen in den Wangen.

Es war eine Heiterkeit, wie wenn an einem großen stummen, dunkeln Gewässer ein Sonnenrand aufblitzt und die Oberfläche mit glitzernden Perlen überblitzt.

Nur Gonne stand in der Küche und weinte mit einem mürrischen, verschämten Gesicht.

Einige Minuten lang konnte Ruth noch bei Jonas im Zimmer verweilen. Dann trat sie reisefertig, die graue Wollmütze auf dem Kopf, heraus.

Jonas horchte angestrengt. Er hörte sie über den Flur gehen, — den letzten, grüßenden Zuruf seiner Mutter, — die Thüren gingen, — — dann eine Minute der Pause, — — und nun fiel, mit einem schwachen Knarren, die Gartenpforte ins Schloß. — — —

Langsam, totenstill schlichen die Stunden hin, eine um die andre. Am frühen Nachmittag kehrte Erik aus der Stadt zurück.

Aber es blieb so still wie zuvor.

Jonas hielt es nicht länger im Bett aus; er stand auf, und seinen kalten Umschlag um den Hals, einen dicken Wollstrumpf darüber gebunden, stahl er sich auf seinen roten Pantoffeln in das Zimmer des Vaters.

Der Vater war nicht da.

Jonas setzte sich an den großen Schreibtisch. Er mußte machen, daß er fertig wurde, ehe der Vater ihn hier überraschte.