»Es ist sehr nützlich, Papa. In Deutschland kann man jetzt mit russischen Stunden Geld verdienen.«

Erik war unangenehm berührt. »Geld? Mit Stundengeben? Ueberlaß mir das doch.«

»Erlaube es mir, bitte. Thue ich nicht genug für die Schule?«

»Ja, aber du bist ein entsetzlicher Stubenhocker geworden, Jonas! Bleibst mir zu schmalbrüstig, mein Junge. Flaum am Kinn, aber keine Kraft in den Knochen. Nicht genug.«

»Gesundheit ist der Güter höchstes nicht,« behauptete Jonas mit einem Ernst, der ihm drollig genug stand.

»Aber der Uebel größtes ist die Schuld, sie verscherzt zu haben,« ergänzte Erik und fuhr ihm liebkosend über den Kopf; »wenn du öfters mit solchen Citaten kommst, dann werde ich dich noch ganz von den leidigen Büchern fortnehmen. Zu einem Bauern in die Lehre.«

Damit ging er hinüber in sein Arbeitszimmer.

Ein Stoß Schulhefte mit blauen Deckeln lag schon bereit. Auch allerlei andres, das drängte.

Ihn drängte es nicht. Er schob es zurück.

Darunter lagen Ruths alte Hefte, auch neue Arbeiten; sie schickte sie ihm alle. Ihren Studiengang leitete er vollkommen. Aber alles das war immer noch nicht »Ruth«.