»Wozu hast du es dann nur gethan, Erik?«

»Es half mir.«

Fast hätte er hinzugefügt: »Ich liebe sie ja, Bel! Ich liebe sie! Ich mußte zu ihr sprechen.«

Nach einer Weile ließ Klare-Bel seine Hand los und sagte leise: »Und ich hatte keine Ahnung, — nein, keine Ahnung hatte ich, daß du sie um deswillen von dir gabst. Nun erst weiß ich es.«

Er richtete sich betroffen auf. Mißverstand sie ihn jetzt nicht? Meinte sie nicht, er habe Ruth von sich gegeben um ihretwillen? um Herr zu werden seiner Liebe?

Mußte er ihr die letzte, die tödlichste Kränkung zufügen: »Nicht an dich habe ich dabei gedacht.«

Ja, einmal mußte auch das sein. Aber mußte es heute sein? Alles heute? Litt sie nicht genug, — maßlos?

Er vermochte es nicht.

Da Klare-Bel nicht mehr zu ihm sprach, trat er von ihrem Bett zurück, an die offene Thür des Wohnzimmers.

Gräßlich war es, einen Wehrlosen niederzuschlagen mit der Faust. Das Mitleid überfiel ihn mit nie gekannter mitleidsloser Macht, — mit einem nie gekannten wehen, elenden Gefühl umkrallte es ihn.