Jonas saß allein am Kamin. Er hielt eine lange Bratengabel in der Hand, an deren Zinken ein Brotscheibchen klebte, und ließ dasselbe an der roten Holzglut rösten. Wie er so dasaß, einen Arm nachlässig um die Stuhllehne geschlungen, in wartender Haltung, den Kopf mit den etwas zu fest geschlossenen Lippen hell vom Feuer bestrahlt, erinnerte er stark an Erik.
Das Scheibchen geriet zu nah an die Flammen; es glitt plötzlich von der Gabel und fiel hinein.
Jonas sah verdutzt aus. Er wandte sich um, und spießte ein neues auf; diesmal gelang es besser.
Dann spülte er einen Theetopf kunstgerecht mit heißem Wasser aus und machte einen Aufguß. Dabei kamen seine Finger ungeschickt genug unter den geöffneten Hahn des Samowars, und ein siedender Strahl verbrühte ihm die Hand.
Jonas machte den Mund weit auf und fing an auf einem Bein im Zimmer zu tanzen.
Vom Fenster erklang helles Gelächter.
Er blieb stehen, wie wenn ein Blitz von der Zimmerdecke vor ihm niedergefahren wäre. Mit einem ungläubigen Ausdruck, als trauten sie sich selbst nicht, richteten sich seine Augen nach dem Fenster.
Er streckte die Hände aus nach dem Bilde hinter der geschlossenen Scheibe, das ihn auslachte, und das wie Ruth aussah; er wußte nicht, ob er Ruth träumte, oder ob er Ruth sah.
Aber im nächsten Augenblick schon hatte er das Fenster aufgerissen, daß es dabei fast in Splitter schlug, und heraus streckten sich die Hände nach dem lachenden Kopf und hielten ihn fest.
»Aber, Jonas! laß mich nur erst zur Thür hineinkommen!«