»Nein, — nicht!« murmelte er, als könne sie ihm doch noch wieder wie ein Traumbild plötzlich entschwinden, »nicht abwenden, ich laß dich nicht! Zum Fenster herein! Es muß gehen. Setz den Fuß auf die Rampe, — ganz fest, — hörst du? Ich hebe dich.«
Sie sah ihn an: das da sagte er nun ganz so wie Erik.
Das Klettern hatte sie noch nicht verlernt. Mit einem Satz stand sie im Zimmer.
Er ließ sie los. Er trat zurück. Nun, wo sie da vor ihm stand, nicht mehr hinter einer geschlossenen Scheibe, sanken ihm die Arme. Eine grenzenlose Befangenheit überkam ihn plötzlich.
»Wie ist es nur möglich, daß du da bist, — von wo bist du nur gekommen?« Er starrte sie an, als sei er überzeugt, daß sie vom Himmel gefallen sei.
»Mit dem Blitzzug. Gestern abend. — Und — dein Papa?«
»Er müßte hier sein. Aber jetzt vergißt er die Zeit. Stundenlange Gänge macht er, allein, — seit Mamas Abreise.«
»O Jonas, — daß Mama gesund geworden ist, — nicht wahr? Ist es nicht wie ein Wunder, — immer noch?«
»Ja. Und jetzt werde ich auch Arzt. Weißt du es? Für den Fall, daß du später einmal krank wirst.«
Sie hatte sich an den Kamin gesetzt und betrachtete ihn mit freudigen, übermütigen Augen.