Doch Klare-Bel stimmte in den scherzenden Ton nicht mit ein, sondern sah betrübt vor sich hin. Da fügte er ungeduldig hinzu: »Damit mußt du dich ernstlich abfinden. Nicht immer wieder davon anfangen. Sicherlich bist du dazu geschaffen, als die peinlichste aller Hausfrauen hinter der blitzendsten aller Theemaschinen zu sitzen, und mußt nun statt dessen, jahraus, jahrein, daliegen und es unthätig mit ansehen, wie deine beiden männlichen Hausfrauen, Jonas und ich, es sorglos treiben. Das ist schwer, ich weiß. Es ist schwer, sein Talent zu unterdrücken. Aber es kann dir nicht erspart werden, du mußt es endlich überwinden.«
»Jonas könnte mir darin fast wie eine Tochter sein, Erik, wenn du nur wolltest.«
»Daß er wie eine Tochter ist? Nein, natürlich will ich das nicht. Wie kannst du nur solchen Unsinn sagen, Bel.«
»Es ist kein Unsinn, Erik. Du bist so streng gegen ihn, und daher ist er gegen dich oft schüchtern, geht nicht recht aus sich heraus. Aber mir zu dienen macht ihm Freude, — auch in den häuslichen Dingen. Kannst du mir diese Freude nicht lassen?«
»Nein,« sagte er kurz, »nicht so, wie du es meinst. Ich wünsche nicht, daß er verweiblicht wird. An mir ist es, dir zu dienen —«
Er brach ab, weil die Magd hereintrat; sie wollte den Fuhrmann ablohnen.
Erik legte Geld auf den Tisch, der, noch staubig, in die Mitte der Stube gesetzt worden war.
»Dies ist das Trinkgeld, Gonne. Nein, es ist nichts darauf herauszugeben. Wenig genug für viel Arbeit.«
Als sie hinausgegangen war, blickte er mit einem unterdrückten Lächeln in den Geldbeutel und dann zu seiner Frau hinüber.
»Wir haben entsetzlich viel Geld, Bel. Natürlich. Wer sollte es uns auch in diesem Winkel abnehmen. Nicht wahr?«