Magdalena setzte sich ihm gegenüber, sie spreizte die Finger der rechten Hand an der Bank auf, drückte manchmal mit dem vollen, runden Arm dagegen und sah schweigend eine Weile vor sich nieder. Dann wendete sie sich nach dem Alten. „Ich hätte etwas zu sagen.“
„Red’.“
„Mußt aber nicht bös sein, wenn ich dich dabei gleichwohl ein oder das andere Mal Vater nenn’, ich bin es so gewöhnt; sollt’ ich zu dir Bauer sagen, es geschähe mir hart und das Reden käm’ mich schwerer an.“
„Dasselbe müßt’ sowieso sein, der Leute wegen, und dann mag ich von dir schon leiden, daß du Vater sagst.“
„Ich kann nimmer dableiben.“
„Das sollst du auch nicht.“
„Ich mag euch nimmer unter den Augen herumlaufen und anderen noch weniger.“
„Hast ganz recht, du mußt fort, je weiter, je besser. Hab’ schon darauf Bedacht genommen. Ich denk’, du gehst halt nach der Stadt und suchst dir einen Dienst.“
„So war mein eigen Vornehmen.“
„In der Kreisstadt, von wo die Eisenbahn geht, wohnt mein Bruder, der Schullehrer gewesen ist, ich möcht’, daß du früher bei ihm einsprichst, vielleicht kann er dir ein wenig an die Hand gehen, und du brauchst auch nicht Tag und Nacht über in einem Stück zu reisen.“