Während Magdalena im Garten mit dem alten Reindorfer sprach, war der junge aus dem Stall gegangen, hatte sich sonntäglich gekleidet und darauf den Hof verlassen, denn der Mensch, besonders wenn er ein Bauernbursche ist, kann nie „zeitlich genug auf den Kirchtag gehen“.
Auf dem Wege nach dem Dorfe traf er den Müller Florian.
„Guten Morgen, Müllerbub’,“ rief er ihn an. „Gehst auch auf’n Kirchtag?“
„Ich schau’ hin,“ war die Antwort, „weil ich mir nichts Gescheiteres weiß und nicht gern mit mir allein bin.“
„Hast recht. Ihr zwei, du und meine Schwester, seid nicht unkluge Leut’. Das wirst aber doch nicht glauben, daß sie heut schon fort nach der Stadt geht!“
Florian blickte auf, er war bleich geworden. „Heut schon?“
„Ja, heut. Es sollt’ mich wundern, wenn sie nicht schon mittlerweil’ hinter uns her auf dem Weg wär’!“
Da endete der mittlere Graben an der breiten Landstraße, links führte diese durch das Dorf und rechts, an verschiedenen Ortschaften vorüber, nach der Kreisstadt. Florian bog nach rechts ein.
„Wohin denn?“ rief Leopold.
„Geh nur voran, ich komm’ schon später nach.“