Am frühen Morgen darauf machte sich Florian bereit, die Mühle zu verlassen.
„Wohin denn wieder,“ fragte finster der Müller, „soll das Herumstromen nie ein Ende haben? Muß alle Tag’ etwas ins Werk, was du dir ausgesonnen hast, um meinen Namen noch mehr zu verschänden? Immer muß man in Angst sein, daß du von einem Gange nicht mehr heimkehrst. Sieh dich vor, du treibst es arg, sie werden dich noch erschlagen.“
„Sei gescheit, Flori, ich bitt’ dich, sei g’scheit,“ sagte die Müllerin.
„Sorg’ dich nicht, Mutter,“ entgegnete der Bursche, dann wandte er sich an seinen Vater. „Wenn sie mich erschlügen, ich klagte nicht darum, du weißt am besten, was mir am Leben liegen kann; nur zank’ nicht, dazu hast du kein Recht, denn wie du warst, werd’ ich doch auch sein dürfen.“
„Ich war nie so,“ brauste der Müller auf.
„Mag auch sein, daß ich es übertreib’; dafür ist es dich leichter angekommen, ich geb’ mir Müh’ dazu. Nun behüt Gott!“
„Tu mir’s zuliebe,“ bat die Müllerin, „und bleib nur heut, den einen Tag, heim.“
„Heim ist’s langweilig.“
„Sag wenigstens, wohin du gehst,“ begehrte der Müller.