„Die Dirn’ wollt ihr zu euch nehmen?“ fragte der Wirt erstaunt. „Hör mal Kerl, du mußt ein Kapitalweib haben, wie du eigentlich gar nit verdienst! Ein Kapitalweib, auf das wir wohl eins trinken können. Stoß an!“

„Dadrum,“ sagte der Müller, indem er mit dem Rockärmel über den Mund wischte, „bin ich jetzt auf dem Weg nach Föhrndorf, daß ich das Mädl heimhol’, wenn sie zugreift.“

„Das wird’s wohl mit beiden Händen,“ lachte der Wirt, „dumm wird sie nit sein.“

„Ich hoff’s,“ brummte der Müller. „Aber jetzt laß einspannen.“

„Hast ja noch Zeit.“

„Keine mehr.“

„Überg’nug, sag’ ich dir; du müßt’ dir nur kein’ andern Weg wissen, als den nebenher der Eisenbahn.“

„Weiß mer auch kein’ andern.“

„Aber ich. Zwei Stunden, rechn’ ich g’ring, erspart uns der. Nimm mich mit, ich lenk’ dir dein Zeugl. Es verinteressiert mich eh’ kein klein wenig, die Dirn’ z’ sehen. Nimmst mich mit, — abg’macht!“

Der Müller kraute sich hinter dem Ohre. Es war ihm verdrießlich, daß er so viel geplaudert hatte, und mit einemmal erschien ihm die Vergangenheit gar abträglich für sein Ansehen und die Zukunft sehr ungewiß. Mürrisch reichte er die Hand hin. „Komm halt mit. Aber das, was d’ heut erfahren hast und etwa noch erfahrst, das bleibt unter uns, grad so wie all’s früher Gewesene.“