„Brauchst dich über ein’ ehrlichen Rat nit zu erbosen und rot z’ werden wie ein Biberhahn,“ sagte Heiner und schritt hinweg, hinaus in den Garten und folgte dort den breiten Fußspuren im Schnee, bis er am anderen Ende auf den Bauer traf, der in das weite Feld hinausstarrte und seine Morgenpfeife qualmte.

„Guten Morgen, Bauer!“

„Auch so viel, Heiner. Frisch is ’s heut.“

„Frisch is ’s.“

„’s macht der viele Schnee, aber das is ’n Feldern recht und ’m Menschen g’sund.“

„Wohl, wohl. Aber laß dir sagen, Bauer, jetzt mein’ ich schon, ich hätt’ mich bei dir vom Anfang an recht gut auskennt und was mer ein’m andern nit vergunnt, drauf hat mer selber a Schneid’.“

„Red’tst übernächtig? Was hätt’ ich dir nit vergunnt?“

„No, hast mich ’leicht nit vom Hof gehn g’heißen, wann ich mit der Dirn’, der Leni, was anfang? Und bei mir hätt’ sich doch all’s noch in Ehr’n schicken können, wozu führt’s denn aber bei dir?“

„Was red’tst denn für narrisch Zeug? Es is doch da gar nix zu Weg, daß ’s wohinzu führen müßt’! Ich will doch, gottswahrhaftig, nix mit der Dirn’.“

„Aber, du mein Gott,“ sagte Heiner, indem er die herabhängenden Hände ineinanderfaltete und den Bauer mit weitgeöffneten Augen anstierte, „dann treibst doch mit ihr a ganz verfehlt’ Wesen! Welche Dirn’ möcht’ sich da keine Gedanken in’ Kopf setzen?!“