„Sei g’scheit, Kaspar, übereil’ dich nit, laß d’ Hastigkeit sich setzen, überleg’ dir voreh’ deine Reden, damit d’ dir nix vergibst. Nur nix vergeben, dös is gar g’fahrlich z’ Anfang.“

„’s Vergebens hab’ ich kein’ Sorg’, aber Eil’.“

„Ja so.“

„No ja, daß d’ Sach’ in Ordnung kimmt, es is ja doch dein Reden, daß mer’s eh’ schon z’ lang hätt’ anstehen lassen! Oder nit?“

„No freilich, freilich! Wann d’ es schon nimmer aushalten kannst, so kimm halt, such’ mer die Dirn’, drüber vergeht auch a Neichtl Zeit und während dem überleg’ dir dein Reden. Nur nix vergeben, dös wär’ z’ Anfang weit g’fehlt und spater gar.“

Als die beiden Männer aus der Stube traten, ward oben eine Türe hastig aufgestoßen und Burgerl schrie unter Schluchzen: „Voda, Voda, mein’ Leni will mer davon!“

Die beiden eilten nach der Bodenkammer.

An dem Türpfosten lehnte Burgerl, zuckend an Armen und Beinen. Zwei Schritte von ihr kniete Leni und in der Ecke lag ein Bündel, das diese weggeschleudert haben mochte, als sie nach dem Kinde stürzte.

Der Großvater griff Burgerl auf, sein linker Arm trug das Kind und mit der Rechten liebkoste er es. „Unsinn,“ grollte er, „no muß ’s Kind auch noch leiden unter euerer Dösköpfigkeit. No macht’s aber schnell ein End’.“

Burgerl hatte ihre Arme um den Hals des Großvaters geschlungen, das Köpfchen aber drehte sie zurück und sah ängstlich nach dem Vater und nach Magdalene. Diese hatte sich beim Kommen der Männer mit scheuem Blicke erhoben und stand nun mit schlaff herabhängenden Armen und sah vor sich auf den Boden.