Plötzlich hob Burgerl das Köpfchen und brachte ihren Mund seinem Ohre nah’. „Großvater, laß dir sagen, dann kommt wohl auch ein kleiner Bauer auf’n Hof?“
„Wohl, wohl,“ lachte der Alte unbefangen, dann aber zog er die Brauen zusammen und sah die Kleine von der Seite an. „Schau du,“ sagte er, „wie verfallst auf solche Fragen? Das laß du unterwegs. Du hast noch von nix z’ wissen.“
„Nein, Ehnl,“ sagte sie, dabei biß sie auf ihre geballte Faust und warf ihm einen Blick zu, vor welchem er hastig die Augen zur Zimmerdecke kehrte.
„Burgerl,“ sagte er nach einer Weile.
„Ja, Ehnl,“ sagte sie.
„Du weißt ’s vierte Gebot?“
„Ja.“
„Ah, nix nit, ja. Aufsag’n!“
„Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß du lange lebest und es dir wohl gehe auf Erden.“
„Brav! So laut’t ’s Gebot. Hitzt aber gib Achtung, Burgerl, hitzt werd’ ich a Frag’ tun, was d’ Auslegung angeht. Wann also d’ Leni dein Mutter wird, was bist ihr nach ’n göttlichen Vorschriften schuldig?“