„Daß ich s’ gern hab’.“
„G’fehlt! Von gern hab’n steht nix g’schrieb’n. Du sollst Vater und Mutter ehren, heißt’s, ehren! Verstehst? A wahrhaftige Achtung mußt ihr bezeig’n.“
Burgerl wendete den Kopf und zupfte an ihrer Schürze. „Hör, Ehnl, warst auch einmal in mein’ Jahr’n?“
„Was das für a Frag’ is! Meinst ’leicht, ich bin als alter Mon, wie d’ mich da siehst, af d’ Welt kämma?“
„Da hast wohl ’s nämlich’ Ansehn g’habt wie so ein Büberl?“
„Eh’! Wozu fragst denn so verquer?“
„Ich mein’, weil d’ selber klein warst, hast du mich gern, und weil ich groß werd’, ich dich.“
„Is recht, is ja recht, aber ’n Respekt nit vergessen.“
„Tu nit bös. Du bist ja doch mein lieber, lieber Ehnl.“ Die Kleine umschlang ihn mit beiden Armen und drückte ihn an sich.
„Marschier’, falsche Katz’,“ sagte er und hob sie von seinem Schoß und schritt durch die Stube ans offene Fenster. „Dö ganz Ahnl — Gott tröst’s — sie dürft’ ihr’s abg’lernt hab’n,“ lächelte er kopfschüttelnd. „Nur bissel z’ frühzeitig g’rat’s mir der und ’n andern nach. Red’t mer ’n Weibern von Respekt, spiel’n sie ’s af d’ Lieb’ h’naus!“