Er machte sich frei und streichelte den Scheitel des Mädchens. „Dir gönn’ ich’s.“

Und Hiesl nickte dazu. Wohl, wohl!

Wieder fuhren sie schweigend eine Strecke.

Da rückte Burgerl nah und lehnte ihre Wange an die der Freundin. „Leni-Mutter,“ flüsterte sie.

Ein Schauer, unter dem sie zugleich aufseufzte und lächelte, befiel Magdalene, sie drückte das Kind an sich und küßte es. Und so in sich geschmiegt, wie verschüchtert und demütig, blieb sie sitzen, als säße all das Glück, so groß es war, ihr zur Seite und sie müsse sich klein, recht klein machen, daß es Platz fände.

Sachte fuhr der Wagen dahin, lautlos kreisten die Räder über der dichten Decke gefallener Nadeln, die zu Füßen der hohen Föhren lag.


Als der Grasbodenbauer abends in seine Stube trat, streckte er sich sofort breit und behaglich auf einen Stuhl; er gestand sich, daß er müde sei, wie nie, und sich wohl heute in seiner Frohmütigkeit ein wenig übernommen haben dürfte.

Und als er so saß, begann er an das zu denken, was er erlebt und erfahren hatte, und von dem zu träumen, was er nun erleben und erfahren würde. Und da tauchten plötzlich, nah’, wie lebendig, die beiden braunen Augen vor ihm auf, in die er heute beim Abschiede so tief hineingeguckt; selbst, wenn er die seinen schloß, blieben sie in ihrem heimelnden Blinken und herzlieben Geschau bestehen. Lächelnd schloß er öftere Male die Augen.

Überdem war es stockdunkel geworden und Sepherl, die Licht brachte, unterbrach ihn in diesem Spiel.