Er erhob sich vom Sitze und hatte nun das Madonnenbild an der Wand gegenüber, gerade vor sich.

Die Madonna war braunäugig.

„Hat s’ ein Öl?“ fragte der Bauer, indem er auf das Lämpchen hinwies, das an der unteren Leiste des Rahmens angebracht war.

„Wohl,“ sagte Sepherl, „’s is von letzthin noch ein’s drein.“

„Dann is ’s schon recht.“

„Willst denn aufzünden?“

Er nickte kurz. „Gute Nacht!“

„Gute Nacht, Bauer!“ sagte die Alte und die Treppe hinab murmelte sie: „Aufzünden will er und ’s is doch heut nit Sunnabend und auch kein Frau’ntag?“

Er rieb ein Schwefelhölzchen an, das schien ihm aber doch zu unheilig für solchen Gebrauch, so griff er denn nach dem Wachsstocke auf seinem Nachtkästchen und entflammte damit den Docht des Lämpchens und als er es hinter dem roten Glase aufflackern sah, sagte er: „So! Warst ja auch eine Rechte, eine Brave, Muttergottesin, du!“

21.