„Glaub’s wohl, wir sehn sich heut ’s erste Mal, aber die Schrift af’m Brief, den d’ zu dir gesteckt hast, is mir nit fremd.“

„Er is von meiner Jüngsten, von der Leni.“

„Ich weiß’s und mehr auch noch, ohne ein Hexenmeister z’sein; ich weiß gar, was dreinsteht.“

„No, dös doch nit.“

„Ei wohl. Schreibt s’ nit von Hinterwalden all’s Gute und Schöne? Daß s’ vom Grasbodenhof z’ Föhrndorf als Dirn’ weg is und als Bäu’rin draufkimmt?“

„Ja ja, schau einmal!“

„Und rat’ ich weit um, wenn ich sag’, daß s’ ’n selben Bauern ihr’n Kaspar nennt, und ’s Liebere und Schönere von ihm schreibt?“

„Ei freilich,“ lachte der Alte, „das tut sie halt ja, wird ihm wohl auch gebühr’n.“

„Ob’s ihm gebührt, dös streit’ ich nit, aber daß sie ’s guten Glaubens is, da drüber is niemand froher wie ich! Und nach all dem, was hitzt g’red’t is, gib ich dir wohl auch kein schwer Rätsel mehr auf, wenn ich dich frag’: Wer, meinst, wer ich bin?“

„Ei, du mein,“ sagte der alte Mann sich etwas mühevoll erhebend. „Wirst doch du nit etwa selber der Grasbodenbauer sein?“