Der Müller nickte.
„Dann muß Er sich aber zusammennehmen, Herlinger, daß Er hübsch bei sich bleibt, denn ich muß Ihm jetzt vorerst die Schrift vorlesen, und da muß Er gut aufhorchen, damit Er auch alles recht versteht und uns sagen kann, ob Er es auch so und nicht anders gemeint hat, wie da aufgeschrieben steht.“
„O, hören tu’ ich noch recht gut, auch verstehen, wenn ich mich zusammennehme, nur was ich rede, da weiß ich oft nicht, wo ich es her habe.“
„Dann muß Er auch noch Seinen Namen daruntersetzen können.“
Die magere Rechte über der Bettdecke versuchte zu schreiben.
Der Notar las rasch die letztwillige Verfügung vor.
„Ist das so recht, will Er nichts davon weg haben oder dazu tun, Herlinger?“
Der Müller langte nach der eingetauchten Feder, die der Notar in der Hand hielt.
„So gut und deutlich es geht,“ — sagte dieser, hinter den Schreibenden tretend — „den vollen Namen: Matthias Herlinger.“
Da stand es in großen unsicheren Zügen auf dem Papiere: „Matthias Herliner“. Bei dem Punkte stach die Feder tief in das Blatt und der Notar löste sie rasch aus der zusammenzuckenden Hand, damit nicht das Schriftstück in Fetzen gerissen werde.