„G’mach, g’mach,“ keuchte er, „nur mit Bedacht, all’s mit Bedacht.“
Dann versuchte er ein paar Schritte und langsamen, unsicheren Ganges entfernte er sich, längs der Straße.
Und wie es ihn vor neunzehn Jahren von dem Wochenbette seines Weibes hinweg, ohne daß er sich dessen unter Weges bewußt war, seinen heimkehrenden Kindern entgegentrieb, so strebte er auch jetzt, wo er diesen und dem Heim entfloh, ohne daß er es acht hatte, nach einer Richtung fort, immer, stetig nach der einen!
23.
Am Abende des zweiten Tages danach wankte ein alter, müder, staubbedeckter Mann in den Hausflur des Grasbodenhofes zu Föhrndorf.
„Mein’,“ sagte die alte Sepherl, „da kommt noch spat ein alter, gar Armer.“
Die junge Bäuerin griff nach der Tasche und als sie die kleine Gabe darreichen wollte, da taumelte der Alte über die Küchentürschwelle.
„Leni,“ stammelte er.
Mit einem Aufschrei umfing ihn das junge Weib und hielt ihn in ihren Armen aufrecht, dann ließ sie ihn auf die Küchenbank gleiten, von der die Sepherl eilig das Schaff hinweghob.
„Jesus, mein Heiland! Vater!“ schrie Leni. „Wo kommst d’ her und wie schaust d’ aus? Was ist denn g’schehn?“