„Narrisch,“ sagte er, „hab’ acht, wirst dich an der Pfeifen brennen.“

„Is eh’ schon g’schehn,“ sie wies lächelnd die kleine Brandblase am linken Arm.

Der alte Reindorfer faltete die Hände. „So handelt ihr an mir, während meine Kinder — —“

„Du hast kein anderes Kind als mich,“ sagte eifrig Magdalena. „Bin ich gleich nit als das geboren, ich bin es geworden, ich hab’ ja dein Herz und Herz für dich, ich hab’ auch dein Denken; frag’ nur ’n Kaspar, ob er nit gleich meine Reden aus den deinen herausgehört hat? Ich bin froh, daß ich dich hab’, brauchst du noch andere? Denk nit daran, bescheid dich mit mir; wird dir das so schwer? Sag doch einmal, ob dir das so schwer wird?“

„Sag, sag! Kann ich denn?“ Er konnte wirklich nicht und er ward ganz grämlich darüber, da er auch in den Augen Burgerls Tränen sah und das Kind doch gar unnötigerweis’ ins Mitleid gezogen wurde.

Der Grasbodenbauer aber qualmte ganz erschrecklich, dann hustete er und fuhr sich mit dem Ärmel über das Gesicht. „Der Toback wird auch täglich nixnutzer,“ sagte er. „Nun laßt’s aber gut sein, gönnt dem alten Mon a Ruh’, er wird’s brauchen. Komm hitzt h’nauf in d’ Stuben, Vater Reindorfer.“

Er faßte ihn unter dem Arme, um ihm aufzuhelfen, doch der Alte sah mit einem ängstlichen Blick zu ihm auf, zog ihn verstohlen am Ärmel und flüsterte: „Du, ich kann wahrhaftig nit gehn.“

„Leni,“ rief der Bauer, „du möcht’st ’m Vater ein Glas frisch Wasser holen,“ und während die Schritte der Bäuerin im Flur verhallten, winkte er der Burgerl und der Sepherl gar ernst mit den Augen zu, dann faßte er den Greis in seine Arme und trug ihn wie ein Kind, die Treppe hinauf, nach der Stube, wo er ihn zu Bett brachte.

„Ein Glas Wasser, is das alles, wirst denn sonst nix wollen, Vater?“ fragte Leni, in die Stube tretend. Hinter ihr huschte Burgerl herein.

„Nix sonst, gar nix. Nur müd’ bin ich, so viel müd’.“