„Und mit dem andern Namen?“
Das Mädchen besann sich, „Reindorfer,“ sagte es dann rasch.
Der Arm des Müllers, mit dem er das Kind umfaßt hielt, zuckte und unwillkürlich drückte er leise mit der anderen Hand das blonde Köpfchen an sich.
Das Kind, überrascht durch eine ihm ungewohnte Liebkosung, stemmte sich mit beiden Händchen gegen ihn, machte sich frei und sah ihm mit den großen braunen Augen, wie fragend, in das Gesicht.
Er aber hielt diesen Blick nicht aus, hob das Mädchen von seinem Knie und stellte es wieder auf die Diele. Seine Hände zitterten dabei.
Florian hatte früher, an seinen Vater gelehnt, zu der kleinen Gespielin aufgesehen, jetzt standen beide Kinder auf ebenem Boden nebeneinander, die Müllerin sah auf sie herab und sagte: „Das Dirndl da schaut unserm Flori völlig gleich.“
Der Müller schüttelte den Kopf.
„Nun, sieh nur selbst, die gleichen Augen haben sie gewiß.“
Da stand der Müller ärgerlich auf und schob sein Weib, die Kinder voran, nach der Türe. „Geht mir jetzt, ich muß noch rechnen,“ sagte er, und zu der kleinen Leni: „Und du mach, daß du heimkommst!“
„Aber geh,“ sagte die Müllerin, „fahr’ das Dirndl nicht so an, es ist doch gar ein liebes Ding.“