Das Mädchen machte große Augen. „Ich meine, das wäre denn doch ganz etwas anderes!“
„Ich freue mich,“ fuhr der Junge fort, „wenn der Leopold wieder heim ist, mit dem mußt du mich bekannt machen, dann gehen wir zu vieren über die Felder, er mit der Sepherl und ich mit dir.“
Da wurde Magdalena blutrot im Gesichte und sagte zornig: „Was du dir nur für Gedanken machst, du dummer, halbwüchsiger Bube, du! Der Vater hat ganz recht, mit dir geh’ ich auch nimmer, die Kleehuber Franzl hat auch einen Weg mit mir, die redet mir von Kuh und Geiß, aber nicht, von was ich nicht zu wissen verlange.“
Sie wandte dem verblüfften Jungen den Rücken und schritt rasch dahin, daß die Stiefelchen knarrten.
Als sie das Gehöfte erreichte, stand der alte Reindorfer wieder vor dem Tore, sie trat zu ihm, ihr Gesichtchen war gerötet, die Lippen trotzig geschlossen und die beiden Nasenflügel arbeiteten heftig.
„Guten Abend, Vater,“ sagte sie.
„Grüß dich Gott! Schaust ja ganz zornig aus.“
Drüben über der Straße schlich gerade Florian vorbei, er sah gar nicht auf.
Magdalena deutete mit einer kurzen Kopfbewegung nach ihm. „Das ist wirklich ein dummer Bub’. Hast schon recht gehabt, Vater. Ich geh’ nimmer mit ihm!“
„Ist mir lieb.“