„So, du bist es,“ sagte Leopold. „Hinter den Tannen, wo wir uns verhalten haben, hör’ ich schon eine Weile da außen reden und denke, ich muß mir doch die ansehen, die sich da zusammenfinden. Auf dich aber hätt’ ich wohl zu allerletzt geraten. Schickst dich etwas früh dazu an, und ich meine, wenn andere bis in ihr Vierunddreißigstes zuwarten, wirst du auch dein Zwanzigstes erpassen können. Ich hätte gute Lust und jagte dich heim, daß dir alle derartigen Gedanken vergingen.“
Florian schnellte von seinem Sitze empor und trat auf ihn zu.
„Nun, was rührst denn du dich, Gelbschnabel? Willst du es vielleicht verhindern, wenn ich meine Schwester, auf die eine oder die andere Art, von wo sie nicht hingehört, nach Hause schicke?“
„Ich möchte dir nicht raten, nur die Hand wider sie zu rühren!“
„Weißt, Müllerbub’, es wird besser sein, du bindest nicht mit mir an, denn fürs erste zerschlüge ich dir die Knochen im Leibe und fürs zweite möchte ich es deinen Schatz dann auch verspüren lassen, wer eigentlich Herr ist.“
Statt aller Gegenrede warf Florian seine Jacke ab.
Magdalena eilte auf Josepha zu. „Ich bitt’ dich um Gottes willen, laß sie doch nicht miteinander raufen!“
„Komm nur,“ sagte Leopold, sich gleichfalls seines Rockes entledigend.
Da trat Josepha heran und legte die Hand auf seine Schulter und sagte: „Geh, sei nicht so neidisch auf die zwei Leut’, du gewinnst doch nichts dabei, wenn du ihnen die Freude verdirbst.“
„Er will ja raufen; das siehst ja, daß er raufen will!“