„Lieber mag er doch mit der Leni plaudern, das sag’ ich dir, auch hab’ ich keine Zeit, daß ich abwarte, wer von euch dem andern das erste Loch in den Kopf schlägt, ich muß nach Hause, willst mich allein gehen lassen?“

„Aber, Sepherl, glaub’ mir, das geht in einer Geschwindigkeit, wie du gar nicht denkst, ich verstehe mich darauf, gleich hab’ ich ihn auf der Erde, so lang er auch ist.“

„Prahlhans!“ schrie Florian.

„Ich bitt’ dich, sei doch still,“ bat Magdalena.

„Ihr dauert mich wirklich recht, wenn ihr euch nichts Gescheiteres wißt, als Mann gegen Mann da auf dem Rasen herumzukugeln!“ lachte Josepha. „Komm, Leopold, lassen wir die zwei allein, die sind noch heurig und kennen noch nichts Besseres, als im Mondschein sitzen und sich schöne Reden geben. Gönnen wir es ihnen! Komm!“

„Aber, wenn ich jetzt ginge, das schaute völlig aus, als ob ich mich fürchten tät’.“

„Was du denkst! Ich und die Leni haben schon gemerkt, daß ihr euch einer vor dem andern nicht fürchtet, auch habt ihr euch schon in Hemdärmeln sehen lassen und wir möchten nicht, daß ihr die Courage noch weiter treibt. Ich denk’, es ist recht, ihr zieht beide eure Jacken wieder an.“

Die beiden Mädchen nahmen die genannten Kleidungsstücke vom Boden auf und halfen den Burschen in die Ärmel.

Leopold hatte den linken Arm in der Jacke und suchte mit der freien Rechten noch ungewiß herum. „Aus ist es deswegen noch nicht, wenn es auch für heute gar ist!“ sagte er und fuhr mit geballter Faust in den rechten Ärmel, dessen Futter dabei fürchterlich litt.

Florian war eben mit beiden Armen in das Gewandstück eingegangen und rückte sich dasselbe zurecht. „Ich meine auch,“ sagte er, „geborgt ist nicht geschenkt.“ Und machte dazu eine Bewegung, als ob er auf seinen Widerpart zuflattern wollte.