Da schritt etwas heran — — —

Sie erkannte den leichten, federnden Tritt. Sie atmete schwer und blieb regungslos sitzen.

Die Tür ward etwas aufgerückt, jetzt blickte wohl das Mädchen nach ihr und zog sich zurück, da es sie eingeschlafen glaubte.

Und sie sah nicht auf — sie sah nicht auf. Was kommt zwischen heut und morgen und trifft zu tiefst? Sie wußte es nun und sie sagte sich’s:

„Du kannst vor deinem Kinde nimmer die Augen aufheben!“

Und da schlug sie die Hände vor das Gesicht und weinte bitterlich. Der Bann war gebrochen, das Herz wohl mit, aber die Denkkraft war gerettet!

In der Stadt sollen viele umhergehen, die auf solche Art klug geblieben, ja wohl gar klüger geworden sind, recht ansehnliche Leute! Ja, die Bäuerin war schier vornehm, gewiß aber elend geworden!

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Die Müllerin war daheim angelangt. Sie versuchte zu lächeln, als sie zu ihrem herbeieilenden Sohne sprach: „Ein bißchen mußt du dich schon noch gedulden, so fleißig ich auch gewesen bin, so hab’ ich doch die Antwort halb fertig drüben liegen lassen müssen. Morgen fördere ich es schon weiter!“ Den Müller aber nahm sie beiseite. „Du, Vater, vor dem Flori mag ich gar nicht davon reden, aber das sind dir ganz närrische Leute, hätt’ ich ihre Dirn’ als Gespons für den Gottseibeiuns verlangt, ärger hätten sie es auch nicht aufnehmen können.“

„Ich hab’ es ja gesagt.“