Dabei ließ der Vogel die goldene Kette fallen, und sie fiel dem Manne just um den Hals, gerade so, daß sie ihm so recht schön paßte. Da ging er hinein und sagte: „Sieh, was ist das für ein guter Vogel; er hat mir diese schöne Kette geschenkt und er sieht so prächtig aus.“ Der Frau aber wurde so angst, daß sie niederstürzte, wobei ihr die Mütze vom Kopfe fiel. Da sang der Vogel wieder:
Meine Mutter, die mich g’schlacht’t,
„Ach, daß ich tausend Klafter unter der Erde wäre, damit ich das nicht hören müßte.“
Mein Vater, der mich aß,
Da fiel die Frau für tot nieder.
Meine Schwester, das Marlenichen,
„Ach,“ sagte Marlenchen, „ich will auch hinausgehen und sehen, ob mir der Vogel was schenkt.“ Und da ging sie hinaus.
Sucht alle meine Beenichen,
Bind’t sie in ein seiden Tuch,
Da warf er ihr die Schuhe herunter.