Der mit dem Teufel umgaht.

Wer gern mit ihm umfährt,

Dem wird ein böser Lohn beschert.

Hans im Glücke.

Es war einmal ein Bauernknabe, hieß Hans, ein ehrlich Blut, dünkte sich nicht auf den Kopf gefallen, der diente treu und ehrlich einem großen, reichen Herrn eine Reihe von Jahren. Zuletzt aber bekam Hans das Heimweh, wollte gern bei seiner Mutter sein und sprach seinen Herrn um den verdienten Lohn an. Der gab Hansen ein Stück Gold, das war so groß wie Hansens Kopf, und Hansens Kopf gehörte nicht zu den dünnen und kleinsten. Der war zufrieden, packte den schweren Goldklumpen in ein Tüchlein und machte sich auf die Spazierhölzer. Das Gehen wurde ihm aber blutsauer, er schwitzte, daß er troff, denn der Goldklumpen war schrecklich schwer, er mochte ihn tragen wie er wollte, auf dem Kopf oder auf den Schultern.

Da trottelte ein Reiter leicht und wohlgemut an Hans vorbei, saß auf einem spiegelglatten Pferd. „Ei!“ rief Hans, „reiten ist eine schöne Kunst, wer sie kann und ein Pferd hat!“

Der Reiter hielt sein Rößlein an, weil er Hansens Rede in seine Ohren hinein gehört und fragte ihn, womit er sich denn da so mühselig schleppe?

„Ach! es ist Gold, pures schweres Gold! Der Mensch ist ein geplagtes Tier!“ sagte Hans, indem er den Klumpen ächzend zur Erde warf.

„Ei!“ sprach der Reiter, „wenn du gern reiten willst, so laß uns einen Tausch machen. Gibst mir deinen Lastklumpen und nimmst mein Pferd dafür!“ Das ließ sich Hans nicht zweimal bieten, er rief fröhlich: „Topp, schlagt ein!“ und der Handel war geschlossen. Der Reiter nahm das Gold und machte, daß er damit Hansen aus dem Gesicht kam, dachte, der Handel könnte jenen reuen. Hans aber kletterte auf den Gaul und ritt davon, daß es stäubte, aber nicht gar lange, da tat das Pferd einen Satz, daß Hans, der nicht reiten konnte, herunterfiel wie ein Nußsack. Konnte kaum ein Glied regen. Ein Bauer, der mit einer Kuh des Weges zog, fing das ledige Pferd und führt’s dahin, wo Hans lag. Der weinte und rieb sich die Knochen. „Nimmermehr reiten, tut nicht gut! Wer doch so ein sanftes Kühchen hätte wie Ihr dort, guter Freund! Da könnte man tagtäglich Milch essen, und Butter und Käse und wird nicht heruntergeworfen.“