„Der Aegypter dachte sich seine Pflanzensäulen als freie Endigungen und ornamentirte sie wie solche”.
Anmerkungen
[1] Goodyear, The grammar of the lotus; Riegl, Stilfragen. Seit Niederschrift des oben Stehenden sind noch zwei neuere Arbeiten erschienen, die von unserem Gegenstand handeln: Petrie, Egyptian decorative art, und Foucart, Histoire de l'ordre lotiforme. Auch diese beiden Werke haben die vorliegende Abhandlung nicht überflüssig gemacht.
[2] Z. B. Jomard in der „Description de l'Égypte”; Lepsius, Ueber einige ägyptische Kunstformen etc.; Prisse, in Histoire de l'art égyptien; Wilkinson, The Egyptians under the Pharaons, S. 151; Semper, Der Stil (zweite Auflage), S. 394; Ebers, im „Cicerone” und in „Baedecker's Aegypten” (erste Auflage); Perrot-Chipiez, Histoire de l'art dans l'antiquité I. (Deutsche Ausgabe) S. 488 ff.; Maspero, Aegyptische Kunstgeschichte, S. 50 ff., und andere.
[3] Description de l'Égypte, T. 19, p. 415; pl. 60, fig. 1.
[4] Goodyear (a. a. O. S. 103) hält eine stumpfblättrige Rosette für den „Fruchtknoten des Lotus”; dieselbe Rosette hält Riegl (a. a. O. S. 53) für eine Variante einer spitzblättrigen Rosette, „wie sie sich im Gefolge der typischen Ausgestaltung des centralen Rosettenmotivs von selbst eingestellt haben mochte”. Die fragliche Rosette ist, wie die Abbildung 4 zeigt, eine recht genaue Darstellung von Chrysanthemum coronarium.
[5] Altes Reich = Zeit der Pyramiden (hauptsächlich Dynastie 4 u. 5); mittleres Reich = klassische Zeit (hauptsächlich Dynastie 12); neues Reich = Zeit der Kriege und des Verkehrs mit Asien (hauptsächlich Dynastie 18-20); Spätzeit = Zeit der Renaissance und Fremdherrschaft (Dynastie 26, Perser, Ptolemäer, Römer).
[6] Gutes Beispiel mit Farben s. Newberry, Berscheh I, Titelbild (Kranz einer Frau).