Nun konnte auch Gustl das Klirren eines Bergstockes und eine vom Sturm verwehte Stimme hören.
Lo hatte einen klingenden Laut in die Nacht hinausgeschrien, und als zwei Stimmen Antwort gaben, rief sie: »Herr Fürst? Sind Sie es?«
»Ja, Fräulein!« Man hörte ein Lachen, das im Lärm des Regens unterging. »Ihre Hütte kommt uns gut in den Weg.«
Lo sprang in den Schutz des Daches zurück, schüttelte die Regentropfen aus dem Haar und lächelte, als wäre alle Sorge der letzten Stunde von ihr abgefallen.
Man hörte die Schritte der beiden Männer, die den Zaun umgingen, und die Stimme des Jägers: »Da bin ich, Duhrlaucht, da! Zehn Schritt grad aus! Jetzt wieder links! Soooo, jetzt haben wir's gleich.«
Gustl erkannte die Stimme. »Lo! Das ist ja der Pepperl! Wer ist denn der andere?«
»Fürst Ettingen!« sagte sie und nahm den Knaben um den Hals.
»Der so lieb und gut vom Vater gesprochen hat?«
»Ja!«