»Wo waren Sie denn heute schon?«
»Ich? Nirgends! Gott bewahr!« stammelte Pepperl. »Bloß da drunt war ich, a bißl da drunt. Weil ich schauen hab wollen, wie sich der Tag heut anlaßt, ja — weil ich befohlen bin — mit'm Herrn von Sensburg zur Gamspirsch. Den muß ich wecken jetzt! Gleich!«
»Lassen Sie den nur schlafen! Gehen Sie lieber mit mir!«
»Mit Ihnen, Duhrlaucht? Gott sei Dank! Der ander Herr, mein' ich, tut sich eh viel leichter im Bett als auf der Gamspirsch! Aber wohin denn, Duhrlaucht?«
»Wohin Sie wollen. Nur hinauf! Hoch hinauf! Ich möchte heut die Sonne eine Stunde früher sehen.«
»Da steigen wir zum Steinernen Hüttl auffi. Gleich bin ich fertig!«
»Hier ist ein Brief. Der soll an Graf Sternfeldt übergeben werden, sobald er aufsteht. Ich bitte, besorgen Sie das! Und bis Sie sich fertigmachen, geh ich langsam voraus.«
Ettingen folgte dem Steig, der sich in der matten Dämmerung des Waldes verlor.
Als Praxmaler in seine Hütte treten wollte, wurde er von einer zischelnden Stimme angerufen: »Peppi!« Mazegger kam auf ihn zugesprungen.