»Nix! Na na! Gar nix.« Pepperl wurde rot bis über die Ohren.

»Doch, Pepperl! Irgendwas stimmt heute nicht bei Ihnen. Haben Sie Unannehmlichkeiten in Ihrer Familie?«

»Ah na! Gott bewahr!« Pepperl tat einen schnappenden Atemzug. »No ja, wissen S', Duhrlaucht, freilich, in der Familli gibt's allweil a bißl was. Ja ja, es wird schon so was sein — wo man ›Familli‹ sagen könnt.«

Ettingen stellte die Schüssel beiseite. »Na also! Mir dürfen Sie alles sagen. Ich bin Ihnen doch ein guter Herr, nicht wahr? Sie können offen mit mir reden. Was drückt Sie?«

Pepperl schluckte. »Schauen S', Duhrlaucht — weil S' so freundschäftlich mit mir reden, da kann ich auch net zruckhälterisch sein und muß schon gleich alles aussikitzeln.« Er seufzte schwer, guckte tiefsinnig in die Milch und drehte die Schüssel zwischen den Knien. »A bißl was Dummes hab ich halt angstellt.«

»Im Dienst?«

»Gott bewahr!« wehrte Pepperl erschrocken ab. »Auf der Jagd hab ich mein Köpfl allweil beinand!« Jetzt wurde er wieder kleinlaut. »Aber in der Lieb halt! Da hab ich an Dalken gmacht.«

Ettingen lachte.

Dem Praxmaler-Pepperl war bitter ernst zumut. »Wissen S', Duhrlaucht, da hab ich mich jetzt in so a Madl verschaut. Z'erst haben wir allweil gstritten und ghachelt mitanand. Und gahlings — no ja!« Pepperl seufzte. »So was kommt, wie 's Teuferl aus der Schachtel hupft. Und nacher steht man da, wie der Ochs am Berg. Aber a guts Madl, dös muß ich sagen. Recht a liebs und a fleißigs Madl! Die Burgi drunt, wissen S'!«

»Unsere Sennerin? Brav, Pepperl! Zu dieser Wahl gratulier ich Ihnen. Das ist wirklich ein nettes Mädel.«