Diese Zustimmung schien Pepperls Herz ein wenig zu erleichtern. »Gelten S', die gfallt Ihnen? Und so viel gern hat's mich! No ja — jetzt muß halt gheiret werden, geht's wie's mag, jetzt hab ich die Verantwortigung!« Mit beiden Händen scheuerte Pepperl kummervoll in den Kreuzerschneckerln. »Ich hab schon 's Pech! Ich komm aus der Verantwortigung gleich gar nimmer aussi. So oder so! Aber d' Mutter! Mar und Joseph! Die wird an schönen Spittakel machen! Teufi, Teufi, Teufi! Da gfreu ich mich drauf!«
»Ihre Mutter?«
»No ja, wissen S', wie d' Mütter halt sind! Dös wär so ihr Gusto gwesen, daß ich amal gscheit heireten tät. Und jetzt bin ich angrumpelt! Und komm so daher! A liebs Madl, freilich, und gern hab ich's! Aber haben tut's halt nix, wissen S', nixer wie nix. Und d' Mutter und ich, wir haben vom Vater her noch Schulden auf'm Häusl. Und dös Madl hat an Vater, so an alten Krackler. Den muß ich ins Haus nehmen und muß ihn derhalten. Mei' Mutter wird ihn freilich ordentlich kuranzen. Da sieht er's ganze Jahr kein Wirtshäusl nimmer, außer auf Ostern und Weihnächten. Aber's Gwand und's richtige Essen muß er allweil kriegen. Und so wird's halt Sorgen über Sorgen geben. In der sogenannten Familli! Sie wird net lang ausbleiben, d' Familli — denk ich mir, ja! Aber hab ich A gsagt, muß ich B sagen, in Gottsnamen! Und da wär's mir schon lieb, Herr Fürst, wann S' mir als Jagdherr d' Heiratsbewilligung geben täten. Könnt sein, es pressiert a bißl. Ich tät schon recht schön bitten, ja!« Er hatte nasse Augen, als er das sagte.
»Die geb ich Ihnen von Herzen gerne.«
»Gott sei Dank!« Pepperl atmete auf. »Da is mir der ärgste Stein von der Seel!«
Ettingen lächelte und sah dem Jäger herzlich in die Augen. Was wäre ihm in der Stimmung dieses Tages willkommener gewesen, als die Freude und das Glück zweier Menschen schaffen zu dürfen! »Wieviel Schulden haben Sie denn auf Ihrem Haus?«
Das ging hart heraus: »Dreihundert Gulden!«
»Die wird Ihre Braut schon bezahlen können.«
»Aber!« Pepperl machte schiefe Augen zu diesem Witz. »Der muß ich ja zur Hochzeit die Pomeranzen und 's Salzbüchsl kaufen! Soviel hat die!«