Das Mädel war unsichtbar. Dafür entdeckte Pepperl was anderes: eine vierspännige Equipage und einen Zweispänner, die im Hof des Jagdhauses standen. »Duhrlaucht! Da fahren Ihre Gäste davon! Die Herrschaften sitzen schon im Wagen, und grad steigt der Herr Martin auf'n Bock. Und jetz fahren s' aussi zum Türl!«

Ettingen antwortete nicht; er machte nur lächelnd mit der Hand eine Bewegung, die jedes Wort ersetzte.

Pepperl war sehr aufgeregt. »Ja kommt denn der Herr Martin fort? Für ganz?«

»Ja. Und Sie werden seinen Dienst bei mir übernehmen müssen —«

Da machte Pepperl ein Gesicht, als hätte sich in seinem Freudenkelch der letzte Tropfen Wermut in Zucker verwandelt.

»— und bei Tisch servieren.«

Nun erschrak er. »Teufi, Teufi, Teufi, dös wird sich hart machen!« Mißtrauisch sah er seine klobigen Tatzen an. Dann lachte er. »Duhrlaucht! Wann S' heut zu mir sagen, ich soll an Heuwagen auflupfen mit eim Zwirnsfaden, nacher probier ich's auch!«

Nun ging es talwärts ohne Aufenthalt. So flinke Beine Pepperl auch machte, Ettingen blieb nicht zurück hinter ihm. Bei diesem ungeduldigen Abstieg plauderten sie nur wenig. Der Fürst war in Gedanken versunken, und auch Pepperl hatte zu »sinnieren«. Er studierte, wie er's der Burgi sagen wollte. Was die für Augen machen würde! »Teufi, Teufi, Teufi!« Selig lachte er vor sich hin.

Eine Stunde, und sie hatten die Tillfußer Alm erreicht. Als sie aus dem Walde traten, kam der Förster mit Mazegger von der anderen Seite übers Almfeld heraufgestiegen. Schon von weitem winkte Kluibenschädl dem Fürsten zu und rannte ihm atemlos entgegen: »O mein Gott, Duhrlaucht, wenn S' nur heut bei mir gwesen wären! Da hätten S' an Hirsch gschossen, an Kapitalkerl!«