Lange vor dem ersten Grau, schon gegen drei Uhr morgens, war im Försterhäuschen ein Licht lebendig geworden. Als Praxmaler, um seinen Herrn zu wecken, mit der Laterne zum Jagdhaus hinaufging, sah er, daß im Schlafzimmer des Fürsten schon die Lampe brannte, deren Flimmerschein in die vom Nebel durchwobene Dämmerung hinausleuchtete.

Droben pochte er. »Duhrlaucht?«

»Ich danke, ja, ich bin schon wach!«

»Schlecht schaut's aus mit'm Wetter!« berichtete Pepperl durch die geschlossene Tür. »Nebel haben wir. Ich mein', Sie sollten heut daheim bleiben, Duhrlaucht.«

»Nein, ich gehe! Mag das Wetter sein, wie es will!«

»No ja, wenn S' meinen! Aber Gamsbock bringen wir heut kein net heim. Heut marschieren S' umsunst.«

Ein frohes Lachen war die Antwort.

Nebel hin oder her, den freut heut 's Leben! dachte Pepperl, während er die Treppe hinunterging. »Und mich freut's auch!« Es blieb ihm genügende Zeit, um ein »Sprüngerl« in die Sennhütte hinunterzumachen. Da konnte er seinem Mädel den Schlaf aus den Augen küssen.

Lachend hob sich Burgi aus ihrem Heubett und schlang die Arme um Pepperls Hals. »So a Bußl beim Aufwachen is ebbes Guts!«

»Halt ja! Gib nur gschwind noch eins her! Auf'n Abend hast mich wieder!«